Vorträge und Lesungen

Hannah - eine queere Liebe

Eine neue Zeit, eine Befreiung


Es sind die 20er Jahre des 20. Jahrhunderts, als Til und Hannah sich erstmals begegnen. Eine gemeinsame Dekade beginnt. Erst in Den Haag, dann in Berlin verbringen die Künstlerin Hannah und die Autorin Til große Partys und Momente zärtlicher Zweisamkeit. Doch von Sommer zu Sommer wird das gemeinsame Leben und Schaffen zunehmend zur Herausforderung, unter Druck gesetzt von der politischen Bedrohung durch den Nationalsozialismus.

Behutsam und poetisch beschreibt Miku Sophie Kühmel in „Hannah“ das Bild der Liebe von Hannah Höch (1889–1978) und Til Brugman (1888–1958). Der bei S. Fischer erschienene Roman über diese gelebte Liebe, den Wert der Kunst, die Selbstbestimmung zweier Frauen und ein vergangenes Jahrzehnt könnte gegenwärtiger nicht sein. Ihre Recherchen führten die Autorin auch ins Deutsche Kunstarchiv. Dort befindet sich u. a. ein umfangreiches Konvolut mit Briefen, Postkarten und Zeichnungen Til Brugmans an Hannah Höch, über die im Nachgang der Lesung gesprochen wird.

Miku Sophie Kühmel, 1992 in Gotha geboren, ist eine mehrfach ausgezeichnete Schriftstellerin und Podcast Producer. Auf ihren 2019 erschienenen Debütroman „Kintsugi“ folgte 2022 „Triskele“. 2024 gab sie mit Linus Giese die Anthologie „Brüste“ heraus.

Mittwoch 04.02.2026, 19:00 Uhr | Aufseß-Saal | Eintritt frei